BESUK - eine absurde Utopie

Stückbeschrieb

Alle Probleme des Zusammenlebens sind gelöst. Die Vielfalt und Komplexität des Lebens wurde als zentrale Problemquelle erkannt und systematisch auf maximal 2 Varianten reduziert. Konflikte entstehen nun gar nicht mehr, da das gesellschaftliche Leben normiert, in Protokollen festgehalten und in Bundesordnern archiviert ist. Der Tagesablauf gestaltet sich reibungslos durch wiederkehrende Rituale, Handbücher und Normenprotokolle. Ein freiwilliger Besuch bei der Normierungsmaschine befreit die Individuen von allfällig aufkommenden Zweifeln. Gemeinsam wird so eine kollektive Glückseligkeit gepflegt und aufrecht erhalten. Und dann passiert es ausgerechnet Herrn Kupfer, dessen Ungeschicktheiten schon vielfach mit Sonderbeschlüssen bewältigt und durch neue Normen korrigiert werden mussten. Doch diesmal ist es anders: Kupfer stösst auf eine Irritation, die ihm den Traum von einer anderen, verloren gegangenen Welt beschert und ihn nachhaltig verändert. Schon bald wird klar, dass hier weder Protokolle noch die Normierungsmaschine helfen. Das selbstgeschaffene vermeintliche Paradies droht in sich zusammenzustürzen. Unterschiedliche Gruppierungen bilden sich und die plötzlich vorhandene Vielfalt zerstört etablierte Strukturen - eine Entwicklung mit ungewissem Ausgang! BESUK steht für „Bundesamt zur Erhaltung Schweizerischer Urkultur“. Bewusst ist der Titel in der kryptischen Abkürzung gehalten, als Sinnbild für die Tendenz, alles zu normieren und effizienter zu machen.

Zum Ensemble

9 Spieler*innen zwischen 18 und 24 Jahren, aus Zürich, Aargau, St. Gallen.


Aufführungen

Fr, 27.09.19, Teatro dalla Piazza, 20:00 Uhr (Premiere)

Sa, 28.09.19, Teatro dalla Piazza, 20:00 Uhr

Fr, 04.10.19, Teatro dalla Piazza, 20:00 Uhr

SA, 05.10.19, Teatro dalla Piazza, 20:00 Uhr